Vorbereitungen beim Verlegen von Laminat

Laminatschneider

Wer Laminat selbst verlegen möchte, und das kann bei Betrachtung der modernen Klicktechnik in der Tat jeder, ist gezwungen, einige Laminatbretter durchzuschneiden, und genau dafür gibt es den Laminatschneider. Das Verlegen von laminat kann man sich fast vorstellen wie das Lesen in einem Buch. Da reiht man von links nach rechts ein Brett an das andere, aber dann kommt ja irgendwann die rechte Wand des Zimmers, und das vollständige Laminatbrett ist nun zu lang. Es muss also entsprechend abgeschnitten werden, allerdings auf der richtigen Seite. Was zählt, ist jene Seite, die man noch so bequem einklicken kann in die bereits verlegte Bretterzeile.

Laminat verlegen Schrit für schritt erklärt

Vorbereitungen beim Verlegen von Laminat

Wenn der Raum nicht gerade quadratisch ist, gibt es immer eine längere und eine kürzere Wand. Je nach gewähltem Laminattyp kann es durchaus optisch einen Unterschied machen, ob man das Laminat parallel zur längeren oder zur kürzeren Wand verlegt, diese Entscheidung sollte man bewusst treffen. Bevor man dann mit dem Verlegen beginnt, sollte man unbedingt eine Trittschalldämmung auf dem Boden ausrollen, das kann z. B. eine dünne PE-Schaumfolie (weißes Polyethylen in Rollen im Baumarkt) sein, es gibt aber auch stärkere und effektivere Varianten in Plattenform. Folgende Werkzeuge sollte man sich zurechtlegen:

  • Winkel
  • Bleistift
  • Zollstock
  • Holzraspel
  • Säge
  • Hammer
  • Holzklotz zur Dämpfung der Hammerschläge

Einsatz des Laminatschneiders

Die Positionierung des ersten Laminatbretts darf auf keinen Fall direkt an der Wand ansetzen. Es wird ein gewisser Abstand von ca. 1 cm benötigt, weil das Material bei Temperaturänderung „arbeitet“. Würde man es direkt zwischen die Wände „einspannen“, dann führt das im Sommer zu Aufwölbungen des Bodens. Außerdem sind die Wände nicht immer exakt gerade und können teilweise ein Stück weit auf die gerade Laminatlinie zulaufen. Die Lücke zwischen Wand und Laminat wird ja am Ende von der Scheuerleiste überdeckt.  laminat

Das Absägen des letzten Laminatbretts einer Zeile erfolgte früher mit dem Fuchsschwanz oder mit einer Stichsäge. Das ist nicht nur relativ mühsam, es führt auch zu hässlichen Ausfransungen an den Schnittkanten. Auch der Einsatz der Kappsäge (kleine Kreissäge) ist eher aufwendig. Der Laminatschneider dagegen mutet ein wenig an wie eine Mischung aus Kachelschneider und Astschere. Dabei wird das Laminatbrett senkrecht über eine definierte Schnittlinie gelegt und eine sehr scharfe, stabile, halbrunde Schneidetafel gleitet dann mühelos über einen längeren, bequemen Hebelarm durch das Werkstück. Auch auf der fest aufliegenden Rückseite entstehen dabei keinerlei Ausreißer.

Mit dem (beliebig) abgeschnittenen restlichen Brett beginnt man dann die nächste Zeile „des Buches zu lesen“ bzw. zu legen, wodurch sich automatisch ein relativer Versatz der „Nähte“ bei jeder neuen Bretterzeile ergibt. Es hat sich gezeigt, dass ein Laminatschneider wirklich ein sehr sinnvolles Werkzeug ist, wenn man (ggf. wiederholt) größere Flächen Laminat sauber verlegen möchte.